Nissan hat Solarpaneele auf seinen Elektrofahrzeugen installiert!
Feb 04, 2026
Laut dem ausländischen Medienportal InsideEVs hat Nissan kürzlich das einzigartige Konzeptfahrzeug Ariya vorgestellt. Das Highlight des Wagens ist die Zusammenarbeit mit dem niederländischen Unternehmen Lightyear. Im Zuge dessen wurden rund 3,8 Quadratmeter Solarzellen auf Motorhaube, Dach und Heckklappe verbaut. Bei ausreichend Sonnenlicht kann dieses System die Reichweite um bis zu 23 Kilometer pro Tag erhöhen.
Während dieses solarbetriebene Konzeptfahrzeug optisch das Potenzial der Nutzung von Solarenergie zur Linderung der Reichweitenangst aufzeigt, hat Nissan angesichts der Insolvenz von Lightyear und der weit verbreiteten Produktionsschwierigkeiten der Konkurrenz ausdrücklich erklärt, dass es derzeit keine Pläne für eine Massenproduktion dieses Fahrzeugs gibt.
Nissans Vorgehen erscheint eher wie ein Technologieversuch, der darauf abzielt, zu überprüfen, ob die bordeigene Photovoltaik-Technologie eine effektive Lösung zur Linderung der Reichweitenangst darstellt.
Geografische Lage bestimmt die Obergrenze: Reichweitenerhöhung von nur drei Kilometern
Obwohl das Konzept des "Verwendens" Sonnenenergie Das Konzept des "Ladens" ist zwar sehr verlockend, doch die Ergebnisse realer Tests mit dem Nissan Ariya zeigen deutlich die Grenzen dieser Technologie auf, die stark von den Wetterbedingungen abhängt.
Testergebnisse zeigen, dass der Standort und das Wetter einen erheblichen Einfluss auf die Ladeeffizienz des Ariya haben. Im sonnigen Dubai kann der Ariya mit Solarenergie täglich zusätzliche 21,2 Kilometer (13,2 Meilen) zurücklegen; im bewölkten London beträgt der Zuwachs hingegen nur 10,2 Kilometer (6,3 Meilen) pro Tag.
Um die Leistung des Fahrzeugs unter diesen Bedingungen zu testen, führte Nissan an einem sonnigen Tag eine zweistündige Testfahrt über 80 Kilometer durch. Die Ergebnisse zeigten, dass die Solaranlage die Batterie lediglich um 0,5 kWh auflud – was nach dieser Fahrt einer Reichweitensteigerung von weniger als 3 Kilometern entspricht.
Bei Elektrofahrzeugen mit Reichweiten von oft mehreren hundert Kilometern ist dieser Anstieg tatsächlich vernachlässigbar.
Nissan bietet jedoch eine andere Perspektive: Für Besitzer, die das Fahrzeug hauptsächlich für den täglichen Arbeitsweg nutzen und häufig im Freien parken, könnte dieses System die Ladehäufigkeit theoretisch um 35 bis 65 Prozent reduzieren.
Das bedeutet, dass die Reichweitensteigerung zwar jedes Mal gering ist, aber für Autobesitzer, deren tägliche Fahrstrecke nicht lang ist und für die das Laden nicht sehr bequem ist, kann dieses System im Laufe der Zeit dennoch echten Komfort und Sicherheit bieten.
Weitere Rückschläge für Wettbewerber: Massenproduktion bleibt eine Herausforderung
Betrachtet man den Markt als Ganzes, ist Nissan nicht der einzige Automobilhersteller, der versucht, Elektrofahrzeuge mit folgenden Ausstattungsmerkmalen auszustatten: Solarmodule Die Vergangenheit hat jedoch gezeigt, dass die Kommerzialisierung von solarbetriebenen Autos äußerst schwierig ist.
Lightyear, ein einst vielversprechendes niederländisches Start-up-Unternehmen, das die Herstellung von speziell solarbetriebenen Elektrofahrzeugen plante, ging letztendlich aufgrund einer unterbrochenen Finanzierungskette und Produktionsschwierigkeiten bankrott; ein anderes Unternehmen, Aptera, das zwar behauptet, in diesem Jahr mit einer begrenzten Produktion zu beginnen, hat aufgrund wiederholter Lieferverzögerungen immer noch Zweifel an seiner Fähigkeit, pünktlich zu liefern.
Selbst Automobilgiganten wie Toyota und Hyundai hatten mit ihren Versuchen der Massenproduktion nur begrenzten Erfolg. Der Hyundai Ioniq 5, dessen Solardach in einigen Märkten erhältlich ist, erhöht die Reichweite unter idealen Bedingungen nur um etwa 5 Kilometer pro Tag; der Toyota bZ4X schafft selbst im sonnigen Nagoya, Japan, durchschnittlich nur etwa 11,6 Kilometer pro Tag.
Diese Beispiele verdeutlichen alle dieselbe Realität: Die Einnahmen aus der Solarenergieerzeugung reichen derzeit nicht aus, um die hohen Herstellungskosten zu decken. Nissan ist sich dessen bewusst und verfolgt daher beim Konzeptfahrzeug Ariya eine pragmatische Haltung, indem es ausdrücklich erklärt, dass derzeit keine Serienproduktion geplant ist.
Nissan hat die Hoffnung jedoch noch nicht ganz aufgegeben. Für sein in Japan verkauftes Mikroelektroauto Sakura bietet das Unternehmen optional ein Dachsonnenschutzsystem namens „Ao-Solar Extender“ an, das theoretisch die Reichweite um etwa 1860 Meilen (rund 3000 Kilometer) pro Jahr erhöht.
Dies deutet darauf hin, dass Nissan es vorzieht, den Markt zunächst in kleinem Rahmen mit bestimmten Modellen zu testen, anstatt das Produkt übereilt landesweit einzuführen.
Fazit: Die Reichweitenangst wird sich wohl kaum beseitigen lassen, aber die technologische Erforschung verdient Anerkennung.
Die Vorstellung des Nissan Ariya Concept Cars hat das Thema solarbetriebener Autos erneut in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Aktuell verhindern jedoch der extrem niedrige Wirkungsgrad und die hohen Nachrüstkosten, dass Solarenergie Ladestationen ersetzen kann.
Nissans Versuch ist jedoch lobenswert; er zeigt uns das Potenzial des technologischen Fortschritts auf – mit steigender Effizienz von Photovoltaikanlagen könnten Autos sich eines Tages von reinen Energieverbrauchern zu Energieerzeugern wandeln. Bis es soweit ist, bleibt die Suche nach einer Ladestation aber die zuverlässigste Option.